Männerchor Lyra Witten

Überraschungsauftritt bei der Classic Night auf dem Zeltfestival Ruhr

Auftritt auf dem ZFR
Auftritt auf dem ZFR (Foto: Sabine Michalak) Weitere Fotos in der Galerie

Dienstag, der 25. August 2015 im Stadtwerke-Zelt auf dem Zeltfestival Ruhr – es ist kurz nach halb zehn – die Classic Night mit den Bochumer Symphonikern und der Classic Night Band ist im vollen Gange.

Während im Zelt 1.500 gutgelaunte Zuhörer mit der Band und dem Orchester zu „Highway to Hell“ rocken, nehmen die Sänger des Männerchores Lyra leise und fürs Publikum unsichtbar Aufstellung auf der Bühne – noch von einem schwarzen Vorhang verdeckt.

Als die ersten Klänge von „Lady in black“ ertönen, bereitet sich der Chor auf seinen Einsatz vor. Und mit den ersten Tönen fällt dann auch der Vorhang und der Chor wird nun auch für das Publikum sichtbar.

Ein Überraschungsauftritt, den der Organisator und musikalische Kopf des Abends, Torsten Sickert mit den Wittener Sängern ausgeklügelt hatte. Wochen vorher wurden die gemeinsamen Titel abgesprochen. Chorleiter Stefan Lex übernahm das Einstudieren und übergab seinen Chor dann am Abend des Konzertes ausnahmsweise in die kundigen Hände von Svetoslav Borisov, dem Dirigenten der Bochumer Symphoniker, und begab sich selbst in die Reihen der Sänger.

„Das Scheinwerferlicht, die Band, das Orchester und der Blick auf die vielen Menschen im Zelt – Gänsehaut pur!“ beschreibt ein Sänger den Überraschungsauftritt.

Geschickt mit dem satten Klang von Orchester und Band kombiniert, sang der Chor stimmgewaltig „Conquest of Paradise“. Weiter ging es dann mit einem „Glanzlicht des Abends“, wie die Bochumer Presse zu berichten wusste: „Engel“ von Rammstein. Ein Titel einer Band, den man nicht zwingend mit den Symphonikern und einem Chor in Verbindung bringen würde. Und genau in dieser Kombination entwickelte dieser Titel eine unglaubliche Kraft und klangliche Präsenz, die unter die Haut ging. Das Publikum dankte mit tosendem Applaus bevor es dann ans große Finale ging „Long Train Running“, von Torsten Sickert so arrangiert, dass es in den letzten Takten nahtlos in die „Ode an die Freude“ überging, wo dann der Chor wieder einstimmte. Ein furioser Abschluss eines sehr unterhaltsamen Konzertes – Crossover vom Feinsten.

„Für uns ein Riesenspaß und eine tolle Gelegenheit unter Beweis zu stellen, dass wir als Männerchor alles andere als angestaubt und ewig gestrig sind“ freut sich Lyra-Geschäftsführer Jens Freitag über den gelungenen Auftritt. Dies will der Chor auch mit seinem nächsten Konzert „Chor trifft Band“ am 20. September in der Johanniskirche Witten zeigen – dann aber mit kleinerer, akustischer Bandbesetzung. Einige Karten für dieses Konzert sind noch zum Preis von 15€ (Schüler/Studenten 12 €) im Copyshop Witten (Hauptstr. 20) und bei Lotto Mühling (Bommerfelder Ring 94) erhältlich.

Wer Lust hat, einmal solch ein Konzert mitzusingen, egal ob Anfänger oder gestandener Sänger, den lädt die Lyra herzlich zum Mitmachen ein. Geprobt wird immer dienstags um 20 Uhr im Haus Rauendahl.